Gemeinsam durch den Tag
Ein Ort für unbeschwerte Kindertage

Bei den Kindern von der Sonnenuhr verbringen wir den Tag in einer kleinen, familiären Gruppe.
Dadurch bleibt unser Alltag überschaubar und persönlich, mit festen Abläufen, vertrauten Ritualen und gleichzeitig genug Raum für das, was sich an einem Tag spontan ergibt.
Wir starten morgens in Ruhe, kommen gemeinsam an und finden in den Tag.
Danach wechseln sich freies Spiel, kleine vorbereitete Angebote, Bewegung, gemeinsame Mahlzeiten, Zeit draußen und Ruhephasen ab.
Kein Tag ist dabei ganz wie der andere. Manchmal entsteht aus einer kleinen Idee ein langes Spiel, manchmal beschäftigen uns ein neues Material, ein Lied, eine Geschichte oder etwas, das wir unterwegs entdeckt haben.

Spielen, entdecken
und ausprobieren
Freies Spiel hat bei uns einen festen Platz im Alltag. Die Kinder entscheiden dabei selbst, womit sie sich beschäftigen und wie lange sie bei einer Sache bleiben möchten. Ich bin dabei präsent, begleite das Spiel und greife Ideen der Kinder auf.
Daneben entstehen immer wieder kleine Angebote und Impulse, passend zu den Interessen der Kinder, zur Jahreszeit oder zu dem, was uns gerade im Alltag begegnet. Wir malen und gestalten, kneten, backen, bauen oder experimentieren.
Auch bei alltäglichen Dingen dürfen die Kinder mitmachen. Sie helfen beim Tischdecken, bringen etwas weg oder rühren beim Kochen und Backen mit.
Vieles ergibt sich dabei ganz nebenbei aus unserem gemeinsamen Tag.
Mit Genuss am Tisch
Unsere Mahlzeiten gehören fest zum Tagesablauf.
Wir sitzen gemeinsam am Tisch und nehmen uns Zeit zum Essen.
Mir ist wichtig, dass Essen mit Genuss, Neugier und einer entspannten Atmosphäre verbunden ist. Die Kinder lernen unterschiedliche Lebensmittel kennen und dürfen probieren, müssen aber nichts essen, was sie nicht möchten.
Eine ausgewogene und gesunde Ernährung gehört für mich selbstverständlich dazu. Die Mahlzeiten sind abwechslungsreich und enthalten möglichst viele frische Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und andere nährstoffreiche Zutaten. Dabei geht es nicht um Verbote oder strenge Regeln, sondern darum, den Kindern einen bewussten und positiven Umgang mit Essen zu vermitteln.
Je nach Gericht können sie auch bei kleinen Vorbereitungen helfen, zum Beispiel beim Waschen, Rühren oder Verteilen.

Zeit zum ausruhen

Neben aktiven Phasen gibt es auch Zeiten, in denen es ruhiger wird.
Nach dem Mittagessen ist Raum zum Schlafen, Ausruhen oder für eine ruhige Beschäftigung.
Auch zwischendurch muss nicht immer etwas passieren.
Ein Buch anschauen, kuscheln, etwas beobachten oder einfach kurz zur Ruhe kommen gehört genauso zu unserem Tag wie Bewegung und Spiel.

Pflege, die zum Alltag gehört
Wickeln und Körperpflege gehören bei kleinen Kindern ganz selbstverständlich zum Tag. Mir ist wichtig, dass diese Situationen ruhig und ohne Eile stattfinden. Ich nehme mir Zeit, kündige an, was ich tue, und achte darauf, wie das Kind reagiert.
Auch der Abschied von der Windel darf sich in Ruhe entwickeln. Es gibt bei mir keinen festen Zeitpunkt und keinen Druck. Wenn ein Kind Interesse an Toilette oder Töpfchen zeigt, begleite ich diesen Schritt gemeinsam mit den Eltern und orientiere mich dabei am Tempo des Kindes.

Ein Alltag, der sich vertraut anfühlen darf
Mir ist wichtig, dass die Tage bei der Sonnenuhr nicht wie ein dichtes Programm wirken, sondern wie ein Stück vertrauter Alltag.
Mit gemeinsamen Mahlzeiten, kleinen Aufgaben, Spielen, Lachen, Ruhezeiten, spontanen Ideen und all den unscheinbaren Momenten, aus denen
für Kinder oft die schönsten Erinnerungen entstehen.
