top of page
IMG_6650.jpeg

Was mir im Miteinander
mit Kindern am Herzen liegt

Jedes Kind entdeckt die Welt auf seine eigene Weise.

Manche Kinder gehen neugierig und unmittelbar auf Neues zu,

andere beobachten zunächst aus sicherer Nähe und brauchen etwas mehr Zeit, bevor sie sich beteiligen. Für mich darf beides seinen Platz haben.

 

Mir ist wichtig, jedes Kind in seiner Persönlichkeit wahrzunehmen und

wirklich kennenzulernen.

Ich beobachte aufmerksam, womit es sich beschäftigt, was sein Interesse weckt und welche eigenen Ideen daraus entstehen.

Wenn ein Kind zum Beispiel lange die Ziegen am Zaun beobachtet,

Steine sammelt oder sich immer wieder mit derselben Tätigkeit beschäftigt,

sind das für mich keine beiläufigen Momente. 

Sie zeigen mir, was das Kind gerade bewegt.

​

Daran knüpfe ich an und begleite seine Erfahrungen weiter.

Meine Aufgabe sehe ich nicht darin, Entwicklung vorzugeben, sondern Bedingungen zu schaffen, in denen ein Kind sich in seinem eigenen Tempo entfalten kann.

Geborgenheit & Bindung

Eine vertraute und verlässliche Beziehung ist für mich die Grundlage

pädagogischer Arbeit. Kinder brauchen das Gefühl, gesehen, verstanden und

angenommen zu werden, um sich auf ihre Umgebung und auf neue Erfahrungen

einlassen zu können.

​

Gerade kleine Kinder drücken vieles noch nicht über Worte aus.

Sie zeigen ihre Bedürfnisse und Gefühle über ihren Blick, ihre Körpersprache,

ihre Bewegungen oder dadurch, dass sie Nähe suchen oder sich zurückziehen.

​

Diese Signale nehme ich aufmerksam wahr und versuche, angemessen

darauf einzugehen. Wenn ein Kind in einer neuen Situation zunächst

nur beobachten möchte oder meine Nähe braucht, bekommt es dafür

Zeit und Sicherheit.

​

Gleichzeitig unterstütze ich die Kinder dabei, ihre Gefühle zunehmend

wahrzunehmen

und einzuordnen. Ich gebe ihnen Worte für das, was sie erleben,

ohne ihre Gefühle zu bewerten.

Freude, Wut, Traurigkeit, Frust oder Unsicherheit dürfen gleichermaßen da sein.

​

Verlässliche Abläufe, Rituale und klare Grenzen geben zusätzlich Orientierung.

Sie schaffen einen sicheren Rahmen, innerhalb dessen Kinder möglichst

viel Raum für eigene Entscheidungen und Erfahrungen bekommen.

f49aa01f-bab2-4f32-8908-b8aaab40344d.jpeg

Raum für eigene Erfahrungen und
Mitbestimmung

FullSizeRender.jpeg

Kinder lernen besonders nachhaltig, wenn sie selbst tätig werden.
Sie möchten ausprobieren, wiederholen, beobachten, verändern und
eigene Lösungen finden.

​

Deshalb schaffe ich im Alltag immer wieder Gelegenheiten,
in denen Kinder selbst handeln und eigene Erfahrungen machen können.

Wenn ein Kind beispielsweise versucht, sich etwas einzugießen,
seine Schuhe selbst anzuziehen oder bei der Versorgung der Tiere
eine Aufgabe zu übernehmen, begleite ich es aufmerksam und
gebe ihm die Unterstützung, die es in diesem Moment braucht.

​

Dabei ist mir wichtig, Kindern etwas zuzutrauen und ihnen Zeit
für eigene Versuche zu lassen. Ich greife ein, wenn Hilfe notwendig ist,
ohne ihnen vorschnell etwas abzunehmen,

das sie vielleicht selbst herausfinden oder schaffen können.

So erleben die Kinder einerseits Sicherheit und verlässliche Begleitung und
gleichzeitig, dass ihnen etwas zugetraut wird.

​

Auch Mitbestimmung beginnt für mich im Alltag.

Kinder zeigen früh, was sie interessiert, woran sie sich
beteiligen möchten und wann sie Abstand oder eine Pause brauchen.

Diese Signale und Entscheidungen nehme ich ernst und beziehe sie,
soweit es möglich ist, in unseren Alltag ein.

​

Das bedeutet nicht, dass Kinder alles selbst entscheiden.

Gerade bei jungen Kindern trage ich als Erwachsene die Verantwortung,
gebe Orientierung und setze dort Grenzen, wo sie Schutz und Sicherheit brauchen.

Innerhalb dieses verlässlichen Rahmens sollen sie jedoch möglichst viele Gelegenheiten bekommen, eigene Entscheidungen zu treffen und deren Wirkung zu erleben.

​

Auch Fehler und Umwege gehören für mich zum Lernen dazu.
Wenn etwas nicht sofort gelingt, muss nicht immer unmittelbar die Lösung
vorgegeben werden. Oft reicht zunächst ein wenig Zeit, eine Ermutigung oder
genau die Unterstützung, die das Kind braucht, um selbst weiterzukommen.

​

So kann ein Kind erfahren:

Meine Idee zählt. Ich darf ausprobieren. Mir wird etwas zugetraut.
Ich bekomme Hilfe, wenn ich sie brauche. Und mein Handeln bewirkt etwas.

Vertrauen in die eigene Kraft

Aus vielen kleinen Alltagserfahrungen entwickelt ein Kind nach und nach ein Bild von sich selbst.

Es lernt seine Fähigkeiten und Stärken kennen, nimmt eigene Bedürfnisse bewusster wahr und erfährt gleichzeitig seine persönlichen Grenzen.

Ein positives Selbstbild bedeutet für mich nicht, dass ein Kind immer mutig, selbstständig oder sicher sein muss.

Ein Kind darf vorsichtig sein, Unterstützung suchen, seine Meinung ändern oder deutlich zeigen, dass es etwas nicht möchte.

​

Auch das gehört für mich zu einer gesunden Entwicklung.

 

Kinder entwickeln sich unterschiedlich und bringen verschiedene Voraussetzungen, Erfahrungen und Interessen mit.

Deshalb möchte ich ihnen die Zeit und den Raum geben, die sie für ihren eigenen Weg brauchen.

 

Mein Ziel ist, dass Kinder in ihrem Alltag immer wieder Erfahrungen machen, aus denen nach und nach eine innere Sicherheit entstehen kann:​

Ich werde gesehen und ernst genommen. Meine Stimme zählt. Ich darf ausprobieren und lernen. Ich kann etwas schaffen. Und ich kann etwas bewirken

bottom of page